Sabine Gabor ist eine in Koblenz ansässige Künstlerin, Designerin und Impulsgeberin, die ihre kreative Arbeit stark auf den Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft sowie auf partizipative Projekte ausrichtet. Ihr Fokus liegt auf Malerei, Porträts und Installationen.
1965 geboren, absolviert sie 1989 ihr Studium an der renommierten Universität der Künste Berlin. Nach prägenden Stationen in Berlin und Köln lebt sie heute wieder in ihrer Heimatstadt. Seit Mitte der 1990er Jahre engagiert sie sich stark in der regionalen Kulturszene. Für ihr Engagement erhielt sie 2006 den Bürgerpreis der Stadt Koblenz.
Gabor ist bekannt für ihre
Porträtarbeiten. Ein prominentes Beispiel ist ihr Projekt
„Koblenzer Persönlichkeiten“, bei dem sie unter anderem den Koblenzer Oberbürgermeister David Langner auf der Leinwand verewigte.
Sabine Gabors Porträtmalerei zeichnet sich vor allem durch einen zeitgenössischen, charakterfokussierten und dialogorientierten Stil aus. Ihre Werke entstehen meist in enger Interaktion mit den Modellen, was ihren Porträts eine spürbar persönliche und nahbare Note verleiht. Es geht ihr darum, das Wesen und die Ausstrahlung der abgebildeten Person einzufangen.
Geprägt durch ihr Design-Studium an der Universität der Künste Berlin vereint sie in ihren Werken malerische Elemente oft mit klaren Strukturen. Die Porträts wirken modern und balancieren gekonnt zwischen expressiver Farbwirkung und grafischer Präzision.
2005-12 arbeitet sie als freie Mitarbeiterin mit der Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. zusammen, um Kreativkurse, Projekttage an Schulen und Angebote auf Bauspielplätzen für Kinder und Jugendliche zu gestalten. Für die BUGA 2011 hat sie zwei Groß-Installationen als Beteiligungsprojekte für Kinder verantwortet.
Seit 2012 arbeitet sie als Praxisanleiterin im Offenen Atelier mit dem Bildungsträger GFBI GmbH zusammen, um jungen Menschen über künstlerische Auseinandersetzung neue Wege aufzuzeigen. Durch die langfristige Kooperation gelingt es Sabine Gabor Kunst aus der reinen Galerieszene herauszuholen und sie als wirksames Instrument für persönliche Entwicklung, Integration, Vielfalt und soziale Teilhabe im Raum Koblenz einzusetzen.
Im Herbst 2020 gestaltete Sabine Gabor gemeinsam mit jungen Erwachsenen des VIVAA-Projektes eine hochgradig konfrontative und viel beachtete Kunstinstallation in der Citykirche Koblenz am Jesuitenplatz. Die Kooperation widmete sich explizit dem hochsensiblen und schmerzhaften Thema
„Sexueller Missbrauch durch katholische Geistliche“. Das Projekt zielte im Kern darauf ab, das systemische Tabu in der Kirche aufzubrechen und einen Raum für schmerzhafte Wahrheit, Konfrontation und Dialog direkt am Ort des Geschehens zu bieten.
Die Kooperationen von Sabine Gabor spiegeln ihren partizipativen Ansatz wider – Kunst entsteht bei ihr selten im stillen Kämmerlein, sondern fast immer im Zusammenspiel mit anderen Kunstschaffenden, Institutionen und der Öffentlichkeit. Ihre Werke greifen gesellschaftliche und zeitgenössische Themen auf.
Als Vorstandsmitglied des
mehrkunst verein e.V. initiiert sie von 2015-21 regelmäßig partizipative Formate und Ausstellungen.
Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit der Künstlerin Kerstin Degen und dem Kollektiv 200. Die beiden realisierten den Kunstprotest “200“ gegen Denkverbote (2025), sowie die Installation „frag-würdig“ (2026).
review
"Besucher drängen sich bis ins Treppenhaus", RZ Neuwied, 04.12.2025
"200 verbannte Begriffe erfahren Aufmerksamkeit", Rhein-Zeitung Koblenz, 17.10.2025
"Museumsnacht bringt Farbe ins Dunkel", Rhein-Zeitung Koblenz, 08.09.2025
"Kreative aus der Region ..", RZ Neuwied 12.2024
"Krippen-Kunst zeigt Hoffnung auf Frieden", Rhein-Zeitung Koblenz, 12.12.2024
"Mehr Kunst in Koblenz", Rhein-Zeitung Koblenz, 16.11.2024
"Junge queere Kreative stellen im Koblenzer Rathaus aus", RZ Koblenz, 08.11.2024
"Kreative aus der Region zeigen ihre Kunst", Rhein-Zeitung Neuwied, 12.2023
"Moderne Krippe schmückt die Citykirche", RZ Koblenz, 16.12.2023
"Von alten Meistern bis zum Tatoostudio", RZ Koblenz, 04.09.2023
"Missbrauch nicht totschweigen", RZ Koblenz, 24.09.2020
"Die Wahrheit befreit", RZ Koblenz, 26.10.2020
"Die Wahrheit wird frei machen", Lokalanzeiger, Blick Aktuell, 28.10.2020
"Sensibilisieren statt wegschauen", Bistum Trier, 10.09.2020
"100 Werke gegen Krieg und Unterdrückung", RZ Koblenz, 07.07.2022
Ateliers & Galerien in Koblenz", Broschüre, Kulturamt Koblenz, 2021
"Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Koblenz", Dieter Marcos, RZ 04.11.2021;
- ISBN-10 : 396176171X / ISBN-13 : 978-3961761715
"Künstlerische Hurtigruten am Münzplatz", RZ Koblenz, 05.08.202
"Mehrkunst im Haus Metternich", RZ Koblenz, 11.07.2020
"Temporäre Ateliers als Keimzellen", 25.07.2019
"Sechs Quadratmeter voller Kreativität", RZ Koblenz, 13.07.2019
"Kunstmarathon zwischen Pop-up und Esel", RZ Koblenz, 10.09.2019
"So geht kreatives Zeitverwenden", RZ Koblenz, 07.08.2017
"Kunstaktion- Von allem ein bischen mehr", RZ Koblenz 03.08.2017
"Koblenz bekommt ein Festival der Künste", RZ Koblenz, 07.2017
"Lebendige Kunstszene in Ehrenbreitstein", RZ Koblenz, 24.06.2008
"Premiere für Kunsttage Ehrenbreitstein", RZ Koblenz, 10.06.2008